Abteilung I - ABWL, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsmanagement
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MARIS Abschlussveranstaltung am 28.11.2008 in Düsseldorf
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Am 28.11.2008 fand im Hilton Conference Center in Düsseldorf der MARIS Abschlussworkshop statt. Es wurden die abschließenden Forschungsergebnisse in den Bereichen Internationalisierung, Prozessmodellierung und Modularisierung vorgestellt.
Nähere Informationen zum Ablauf des Abschlussworkshops entnehmen Sie bitte dem aktuellen Newsletter des Projekts.
Erste Phase: Serviceassessment
Zweite Phase: Servicearchitekturoptimierung
Beitrag der Unternehmenspartner
Nutzen für die Unternehmenspartner
Forschungspartner und -gebiete
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Ausgangssituation
Die Erschließung neuer Märkte für erfolgreiche Leistungsangebote des Heimatmarktes stellt Anbieter unternehmensbezogener Dienstleistungen vor große Herausforderungen. Die Gewinnung der ersten Kontrakte erfordert oftmals ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassung an die spezifischen Bedarfe der Kunden in einer anderen Kultur. Lernkurveneffekte machen es aber nach einer gewissen Zeit möglich, die Leistungsangebote zu konsolidieren, die Prozesse für verschiedene Märkte zu optimieren und vor allem wertvolle Ressourcen des Unternehmens im Stammland gezielt zu Nutzen. Diese Konsolidierung und Optimierung kann jedoch in den wenigsten Fällen zu einer vollständigen Standardisierung führen, weil unternehmensbezogene Dienstleistungen in der Regel einen hohen Anteil länder- und kundenspezifisch angepasster Leistungen umfassen.
Derzeit fehlt es an fundierten Methoden und Tools, die Dienstleistungsanbieter bei der systematischen Verwertung und Konsolidierung von erfolgreichen Leistungsangeboten unterstützen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich vor diesem Hintergrund dazu entschlossen, die Entwicklung neuer Management-Verfahren und -Tools für die Internationalisierung und die Exportfähigkeit von Dienstleistungen zu fördern. Das Bundesministerium möchte dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Dienstleistungswirtschaft stärken sowie die Beschäftigungslage und die Schaffung attraktiver Arbeitsverhältnisse in den Dienstleistungsbereichen unterstützen.
Mit MARIS ist ein Forschungskonsortium aus Wissenschaft und Unternehmenspraxis entstanden, das sich dieser Herausforderung durch anwendungsnahe Forschung stellt. Das Konsortium wird gefördert im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Exportfähigkeit und Internationalisierung von Dienstleistungen“.
Lösungsansatz
Produkthersteller verwenden seit längerem modulare Produktarchitekturen und Produktplattformen, um ihren Kunden variantenreiche Produkte zu wettbewerbsfähigen Konditionen anbieten zu können. Bei Dienstleistungen erfordert der hohe Marktdruck in gleicher Weise eine Reduzierung der Komplexitätskosten von individuell angepassten Kundenlösungen sowie eine hohe Innovationsrate. Dies ist umso mehr nötig, wenn eine Expansion auf Auslandsmärkte erfolgt.
Der Ansatz zielt auf Dienstleistungsunternehmen, die bereits erste Schritte im Export ihrer Dienstleistungsprodukte unternommen haben. Um die Auslandsaktivitäten erfolgreich fortzusetzen und zu erweitern, bedarf es einer systematisch strukturierten Vorgehensweise. Die Fortschreibung des Anfangserfolgs einer Auslandsexpansion und die weitere Stärkung des Innovationspotenzials kann – unter Ausschöpfung aller betriebswirtschaftlichen Potenziale – durch die Systematisierung
![]() | der Servicearchitektur,
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![]() | der Leistung,
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![]() | der Prozesse,
|
![]() | der IT-Infrastruktur und
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![]() | der Leistungstiefe |
erreicht werden. Die erfolgreiche Gestaltung dieser Dimensionen wird durch eine modulare Servicearchitektur ermöglicht.
Der Gestaltungsprozess ist in die folgenden drei Phasen aufgeteilt:
![]() | Serviceassessment
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![]() | Servicearchitekturoptimierung
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![]() | Serviceimplementierung |
Erste Phase: Serviceassessment
Das Unternehmen wird methodisch durch folgende Assesments unterstützt:
![]() | Kunden- und Absatzmarktassessment, unterstützt durch das EXCEL-Tool CoLM (Choice of Location Matrix) |
![]() | Prozessassessment, unterstützt durch das Software-Tool SeeMe und den STWT (Socio-Technical Walk-Through) |
![]() | IT-Infrastrukturassessment, unterstützt durch die IS-Most Methode |
![]() | Beschaffungsmarktassessement, unterstützt durch das EXCEL-Tool CoLM (Choice of Location Matrix) |
Bereits nach den systematischen Assessments kann eine kurzfristige Verbesserung durch operative Maßnahmen erwartet werden.
Zweite Phase: Servicearchitekturoptimierung
Es erfolgt die Optimierung der Servicearchitektur durch Modularisierung. Dabei kann auf eine bereits bestehende und erprobte Methodik zum Entwurf modularer Servicearchitekturen aufgebaut werden.
Dritte Phase: Serviceimplementierung
Es werden folgende Aufgaben und Entscheidungen methodisch unterstützt:
![]() | Leistungsgestaltung
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![]() | Prozessgestaltung
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![]() | IT-Infrastrukturgestaltung
|
![]() | Leistungstiefengestaltung |
Toolunterstützung
Der gesamte Prozess wird durch Tools unterstützt. Die Optimierung kann z.B. durch die Visualisierung von Architekturen in Modellen wesentlich unterstützt werden. Es ist jedem beteiligten Unternehmen möglich, ein bestehendes Modell modularer Servicearchitektur auf die unternehmenseigenen Bedürfnisse auszurichten. Die Anpassung des Modells erfolgt anhand von Unternehmens-, Branchen- und Länderspezifika und wird auf Basis einer gemeinsamen Servicearchitektur umgesetzt.
Beitrag der Unternehmenspartner
![]() | Erfahrungsweitergabe z.B. in Fallstudien zur Erkenntnisgewinnung und Entwicklung der Methoden
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![]() | Pilotierungspartner bei der Erprobung der entwickelten Methoden und Werkzeuge |
Nutzen für die Unternehmenspartner
![]() | Vertriebskosten: Schnelle Erstellung individueller Angebote
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![]() | Wettbewerbsvorteile: Standardisierung und Wiederverwendung von Dienstleistungsbausteinen
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![]() | Erhöhung des Innovationspotenzial: Durch Rekombination bestehender Leistungen entstehen aus Sicht des Marktes Dienstleistungsinnovationen
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![]() | Effiziente Informationslogistik: Transparenz über Leistungen, Prozesse und Partner für Dienstleistungsentwicklung und Servicemanagement
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![]() | Einfache Implementierung im Unternehmen: Durchgehende Bedienbarkeit über Webbrowser auf Basis einer skalierbaren Enterprise-Architektur |
Neben dem betriebswirtschaftlichen Nutzen, ergeben sich noch folgende unmittelbare Vorteile aus der Teilnahme am Forschungskonsortium:
![]() | Moderierter Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen mit vergleichbaren Herausforderungen
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![]() | Zugang zu bundesweiter Kontaktbörse für Dienstleistungsmanagement und Dienstleistungsexport |
Forschungspartner und -gebiete
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Technische Universität München
Prof. Dr. Helmut Krcmar (Projektkoordination)
Forschungsgebiete
Ansprechpartner Dr. Tilo Böhmann Dipl.-Wirt.-Inf. Michael Schermann
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Universität Stuttgart Lehrstuhl für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsmanagement
Prof. Dr. Wolfgang Burr
Forschungsgebiete
Ansprechpartner |
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Universität Bochum Institut für Arbeitswissenschaft
Prof. Dr. Thomas Hermann
Forschungsgebiete
Ansprechpartner |
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Universität Erfurt Ludwig-Erhard-Institut
Forschungsgebiete
Ansprechpartner |
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