Abteilung I - ABWL, insb. Innovations-und Dienstleistungsmanagement

Dissertationen

Hier finden Sie die abgeschlossene Dissertationen an unserem Lehrstuhl

Die Häufigkeit und Intensität technologischer Standardkriege hat in Folge rasanter Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Kommunikationstechnologien in den letzen Jahren spürbar zugenommen. Aus diesem Grund rückten in jüngster Vergangenheit Prozesse der Technologiediffusion und -adoption verstärkt in den Fokus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung. Trotz zahlreicher Beiträge auf diesem Gebiet ist unser heutiges Verständnis von den zugrunde liegenden Wettbewerbs- und Marktdynamiken jedoch nach wie vor stark limitiert. Wie in dieser Arbeit ausführlich gezeigt wird, sind die meisten konventionellen Difffusionsmodelle heute nicht in der Lage, die volle Bandbreite der kompetitiven Dynamiken zu erfassen, die sich im Rahmen technologischer Standardkriege regelmäßig auf Märkten unter Standardisierungsdruck entfalten. Aus heutiger Sicht bleibt die Modellbildung häufig darauf beschränkt, einfache Generationenfolgen von Technologien abzubilden. Bei dieser Form von Technologiesubstitution lassen sich jedoch nicht, die für Standardkriege typischen, erbittert geführten Dominanzkämpfe beobachten, die sich in Folge von mangelnder Interkomplementarität zwishen den konkurrierenden Technologien im Markt herausbilden. Zur Beschreibung derartiger Prozesse bedarf es daher anderer Modelle, die eine stärkere Fokussetzung auf die eigentlichen Wettbewerbsprozesse und Marktdynamiken setzen. Um dem gegenwärtigen Mangel an wettbewerbsorientierten Modellen zu begegnen, wird in dieser Arbeit unter Heranziehung von ökonomischen Adoptions- und Diffusionstheorien sowie unter Berücksichtigung der mittlerweile sehr umfangreichen Forschungsergebnisse auf den Gebieten der Standard- und Netzwerkforschung ein neues Modell formuliert, das sich zur Analyse von Diffusionsdynamiken auf Märkten unter Standardisierungs- und Wettbewerbsdruck heranziehen lässt. Mit Hilfe des neuen Modells kann gezeigt werden, dass die Adoption neuer Technologien durch drei wesentliche Faktoren erklärt werden kann, nämlich durch das innovative und imitative Verhalten der Innovationsnachfrager auf der einen Seite sowie das Größenverhältnis der konkurrierenden Anwendernetzwerke zueinander auf der anderen Seite. Der im Rahmen des Modells implementierte Adoptionsmechanismus leitet sich dabei vornehmlich aus der Klasse so genannter Mixed-Influence-Diffusionsmodelle ab. Allerdings erweitert das neue Modell den klassischen Mixed-Influence-Gedanken, indem es den Betrachtungshorizont auf mehrere Diffusionstechnologien ausweitet und dabei marktliche Interdependenzen zwischen den Technologien im Diffusionsprozess zulässt. Die Modellierung in dieser Arbeit verfolgt somit einen integrativen Ansatz, der unterschiedliche theoretische Sichtweisen in einem kompakten Modell vereinen soll. Um das aufgestellte Wettbewerbsmodell zu validieren, werden ökonomische Zeitreihendaten zu ausgewähtlen Standardkriegen verwendet, die in der Vergangenheit zu temporären Technologie-Lock-ins auf den jeweiligen Märkten geführt haben. Wie mit Hilfe dieser Datenreihen gezeigt werden kann, erklärt das neue wettbewerbsorientierte Modell dabei einen Großteil der beobachteten Adoptionsvarianz in den Daten und führt insgesamt betrachtet zu einem guten Daten-Fit. Zudem weisen ex ante Prognosen der Adoptionsraten, die auf Basis des Wettbewerbsmodells generiert wurden, eine höhere Genauigkeit auf als Schätzungen, die auf Grundlage des zu Referenzzwecken mitbetrachteten Standardmodells von Bass erstellt wurden. Aufgrund seiner hohen Prädiktabilität bietet das aufgestellte Wettbewerbsmodell zahlreiche Eisatzmöglichkeiten in Wissenschaft und Praxis. Diese werden im Rahmen der Arbeit ausführlich diskutiert und auf ihren Nutzen für die betriebswirtschaftliche Prognosepraxis hin untersucht.

Wettbewerb und Innovation erweisen sich immer mehr als das Wesen und Handeln einer Marktwirtschaft. In Abhängigkeit von ihrer einzigartigen strategischen Position, profitieren manche Unternehmen von einem frühen Eintritt und andere von einem späteren Eintritt in einen Markt. Studien belegen sogar, dass geschickte späte Folger, u.a. auch Nachahmer, oft erfolgreicher als Pioniere sind. Demnach müssen erfolgreiche Unternehmen nicht unbedingt immer etwas gänzlich Neues schaffen, sondern vor allem bereits Vorhandenes clever übernehmen, einsetzen und weiterentwickeln. Einen möglichen Lösungsansatz hierfür bietet die strategische Kombination von Imitation und Innovation.

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Obwohl nahezu jedes Unternehmen einer Form von Regulierung unterliegt, hat sich die Literatur zum strategischen Management kaum mit Regulierung beschäftigt. Regulierung hat dann Einfluss auf die Kompetenzentwicklung der Firma, wenn Regulierung Ursache für Kompetenzverstetigung oder Kompetenzzerstörung ist. Die vorliegende Arbeit zeigt anhand von 3 Szenarien, auf welche Art und Weise Regulierung Einfluss auf die Kompetenzentwicklung haben kann.

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Dieses Buch setzt sich intensiv mit dem Strategischen Management von radikalen Innovationen auseinander und liefert neue Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen für Praxis und Wissenschaft gleichermaßen. Im ersten Teil dieses Buches wird erstmalig der Zusammenhang zwischen der Unternehmensstrategie‘ und der ‚von einem Unternehmen entwickelten und zudem erfolgreich eingeführten radikalen Produktinnovation‘ theoretisch erforscht und quantitativ empirisch anhand von Standard & Poor’s (S&P) 500 USA und S&P 350 Europa gelisteten Unternehmen geprüft. Im zweiten Teil dieser Arbeit rückt die Entwicklung eines eigenen strategischen Konzepts zur Strategie-Innovations-Analyse (STIN) in den Mittelpunkt. Dieses verfolgt das Ziel die Verknüpfung von Strategie und Invention zu verbessern. Häufig werden potenzielle radikale Innovationen im eigenen Unternehmen übersehen, weil sie nicht zu den vorab determinierten Strategien passen. Mit Hilfe von STIN soll dies verhindert werden.

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European shipyards face a rising competition in the global market. Christopher Sauerhoff investigates such aspects as a shipyard’s market expertise, its practical experiences and its cooperative activities. He analyzes whether there is a relationship between each of these aspects and those resources and capabilities constituting the basis for a shipyard’s competence in the field of services. The author conducts focused interviews with 26 experts from the shipbuilding industry. Based on the findings of the interviews, he subsequently carries out an international survey addressed to shipyards’ management representatives. The results indicate that there is the chance for European shipyards to improve their position in the global shipbuilding industry by offering not only customized high-tech ships of best quality, but also technical service packages and therewith adding further value for their customers.

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Das Management der Schnittstellen zwischen Beschaffung, Innovation, Dienstleistung und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist entscheidend für den langfristigen Erfolg von Innovationen im Beschaffungsbereich. Aufgrund der hohen Komplexität dieses Schnittstellenmanagements ist es (1) von besonderer Bedeutung, die Anwendungsvoraussetzungen elektronischer Beschaffung zu identifizieren, insbesondere wenn es sich bei den Beschaffungsobjekten um Dienstleistungen handelt. Ebenso bedeutend ist (2) die Organisation und die Dokumentation des Dienstleistungsbeschaffungsprozesses im beschaffenden Unternehmen. Zusätzlich sollten aber auch die Innovationswirkungen der Anwendung elektronischer Beschaffungslösungen bedacht werden (3): sowohl auf die Dienstleistungsbeschaffungskompetenz als auch auf den -prozess wirkt sich die Anwendung elektronischer Beschaffungslösungen innovierend aus.

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Die Ergründung der Wurzeln des Unternehmenserfolges ist eine der zentralen Herausforderungen des Strategischen Managements. Die ressourcen- und kompetenzorientierte Forschung bietet insbesondere im Zusammenhang mit industriellen Dienstleistungsunternehmen ein erhebliches Erklärungs- und Anwendungspotenzial.

Tim Moog bringt die ressourcen- und kompetenzbasierte Erklärungslogik mit dienstleistungsbezogenen Wertschöpfungsprozessen in Verbindung. Er leitet ein Modell zur differenzierten Erklärung des Erfolgs von Dienstleistungsunternehmen ab und konkretisiert es im Rahmen von sechs explorativen Forschungsfällen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationsdienstleistungen (IKT) sowie einer großzahligen, schriftlichen Befragung von Dienstleistungsunternehmen im IKT-Umfeld.

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