Abteilung I - ABWL, insb. Innovations-und Dienstleistungsmanagement

Forschungsschwerpunkte

Hier finden Sie Informationen zu den Schwerpunkten der Forschung unserer Abteilung

+-

Die Schwerpunkte unserer Lehre wie Service Engineering, Innovationsmanagement in herstellenden und wissensintensiven Industrien sowie Rahmenbedingungen des Innovationsprozesses bilden gleichzeitig auch Schwerpunkte unserer Forschung. Das Forschungsfeld unseres Lehrstuhls zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit und Breite, seine theoretische und empirische Fundierung und seine Orientierung an Problemen und Fragestellungen der unternehmerischen Praxis aus.

In der Forschung untersuchen wir grundlegende Fragestellungen beispielsweise zum Produktentwicklungsprozess sowie zu Adoptionsverhalten und -barrieren bei der Einführung von Innovationen. Gegenstand unserer Forschung sind auch, aktuelle Phänomene und Trends aus der Praxis. Hierunter fallen beispielhaft praxisnahe Forschungsfragen und Untersuchungen zu Connected Car Services, Kooperationen von etablierten Unternehmen mit externen Start-ups oder Innovation Labs als neue Organisationsformen für Forschung und Entwicklung. Von großem Interesse in der aktuellen Lehrstuhlforschung sind die Uhrenindustrie, die Haushaltsgeräteindustrie und die Pharmaindustrie.

Weitere Fragestellungen und Forschungsschwerpunkte bilden die Modellierung und Simulation marktlicher Interdependenzen bei der Diffusion von technologischen Innovationen auf Märkten mit positiven Netzwerkeffekten, Marketing-Cues als Qualitätssignale innerhalb des Adoptionsprozesses, Kommerzialisierungseffekte für FuE-Ergebnisse und deren Steuerung sowie der Beitrag von Dynamic Capabilities zum Wettbewerbserfolg.

Gleichzeitig bestehen auch interdisziplinäre Verknüpfungen zu Bereichen wie Sportmanagement oder Energiewirtschaft und zu den Geschichtswissenschaften. Ein spezielles Interessengebiet ist die Theorie- und Ideengeschichte der Betriebswirtschaftslehre, v. a. der betriebswirtschaftlichen Innovationsforschung.

Die theoretischen Ansätze, auf denen unsere Forschung basiert, nehmen starken Bezug auf den Ressource-based view of the firm. Insbesondere stehen hierbei die Kompetenzen (Competence-based view) und die Dynamic Capabilities eines Unternehmens im Fokus. Nicht zuletzt werden Ansätze der Diffusions- und der Netzwerktheorie, des Market-based view, der Neuen Institutionenökonomik und der Industrieevolution in unserer Forschung verwendet. Für neuere theoretische Entwicklungen (z. B. Neoinstitutionalismus) sind wir offen.

 

Das unserer Forschung zugrunde liegende methodische Werkzeug umfasst das volle Spektrum qualitativer und quantitativer Methoden. Gerade der Einsatz von qualitativen Fallstudien zu einzelnen Projekten oder Unternehmen hat sich nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Forschung bewährt. Darüber hinaus kommen Experteninterviews, Onlineumfragen, Datenbank-und Clusteranalysen zum Einsatz.

Während die qualitative Forschung den Grundbaustein unserer Forschung legt, nimmt die Bedeutung quantitativer Methoden weiter zu. Neben Regressionsanalysen und Zeitreihenmodellierung kommen vermehrt lineare und nicht lineare Schätzverfahren sowie simulationsbasierte Ansätze und auch Verhaltensexperimente zur Anwendung. 

Unsere Forschung ist erfolgreich, wenn sie

  1. die akademische Diskussion mit neuen Fragestellungen, Problemsichten und Ergebnissen bereichert.
  2. zu Publikationen in anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschriften führt.
  3. von Praktikern rezipiert und bei der Lösung ihrer Probleme herangezogen wird.

Forschung ist nicht Selbstzweck. Erst die universitäre Lehre, wissenschaftliche Publikationen und die Kommunikation von Forschungsergebnissen in die Öffentlichkeit bringen das Nutzenpotential akademischer Forschung vollständig zur Geltung. Wir achten auf methodische Korrektheit und die Einhaltung ethischer Standards in der Forschung