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Abt. VIII: Erfahrungsbericht: Girls’ Day 2026 – Spiele programmieren mit Pocket Code

April 30, 2026 /

Der Girls’ Day ist ein bundesweiter Orientierungstag, der Mädchen Einblicke in Berufe und Studiengänge ermöglicht, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind. Auch die Abt. VIII des BWI: Wirtschaftsinformatik II der Universität Stuttgart beteiligt sich seit über zehn Jahren daran. Seit einigen Jahren bieten wir das Format Spiele programmieren mit Pocket Code an und auch in diesem Jahr zeigte sich: Das Interesse an der digitalen Gestaltung ist groß! Unsere Plätze sind regelmäßig ausgebucht und die Teilnehmerinnen sind am Ende stolz auf ihre eigenen Ergebnisse.

Schon zu Beginn wurde deutlich, wie groß die Motivation ist. Eine Teilnehmerin, die bereits im letzten Jahr dabei war, brachte es so auf den Punkt:

Es hat mir letztes Jahr so viel Spaß gemacht, dass ich wiederkommen wollte. Ich habe auch einer Freundin davon erzählt und jetzt sind wir zusammen hier.
 — Isabel Mattausch, Schülerin des Burg-Gymnasiums Schorndorf

Auch von Elternseite gab es positives Feedback:
 „Ich finde es sehr gut, dass die Mädchen schon in jungen Jahren in unterschiedliche MINT-Fächer reinschnuppern können.
 — Dr. Laura Mattausch

Mit MINT sind Fachbereiche wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gemeint, die eine wichtige Grundlage für viele Studiengänge und Berufe bilden.

Nach einer kurzen Begrüßung und einer spielerischen Vorstellungsrunde erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in das Studium der Wirtschaftsinformatik und den Uni Alltag. Begleitet wurde der Tag von Frau M.Sc. Yagmur Turhan, akademische Mitarbeiterin und Doktorandin, sowie den studentischen Hilfskräften Ana-Bianca Burduf und Gamsanaa Nithinathan, die aus eigener Erfahrung berichten konnten und durchgehend als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung standen.

Im Anschluss ging es direkt in die Praxis. Schritt für Schritt entwickelten die Schülerinnen ein eigenes Katze Maus Spiel. Ziel war es, eine Katze durch ein Spielfeld zu steuern und Mäuse zu fangen, um Punkte zu sammeln. So wurden grundlegende Programmierkonzepte wie Steuerung, Bedingungen und einfache Spielmechaniken unmittelbar angewendet. Die einzelnen Schritte wurden dabei sichtbar an der Leinwand demonstriert, sodass jede Teilnehmerin parallel mitarbeiten konnte. Bei Fragen oder kleineren Schwierigkeiten wurde sofort unterstützt, sodass alle ihr eigenes Spiel erfolgreich umsetzen konnten.

Ab der Hälfte des Spiels führten wir ChatGPT als Unterstützung ein und zeigten, wie KI sinnvoll und verantwortungsvoll beim Programmieren eingesetzt werden kann. Die Schülerinnen lernten, wie sie Anfragen strukturiert formulieren und gezielt Hilfe erhalten. Ein guter Prompt enthält dabei Kontext, eine klare Aufgabenbeschreibung, eine präzise Fragestellung sowie Angaben zur gewünschten Ausgabeform und bei Bedarf ein Beispiel.

Im Anschluss konnten die Teilnehmerinnen ihre Spiele eigenständig weiterentwickeln, alleine oder in kleinen Gruppen und mit oder ohne Unterstützung durch ChatGPT. Dabei entstanden kreative Erweiterungen, zum Beispiel ein Neustart des Spiels bei Kollisionen oder eine zusätzliche „Gold Maus“, die nur kurz erscheint und bei Fang mehr Punkte bringt. Einige Gruppen präsentierten ihre Ergebnisse und gaben Einblicke in ihre Ideen.

Auch für kurze Pausen war gesorgt. Snacks standen bereit und wurden gerne genutzt, bevor es mit frischen Ideen weiterging.

Die Veranstaltung hat erneut gezeigt, wie schnell ein Zugang zu digitalen Themen entsteht, wenn Inhalte praktisch vermittelt werden. Für uns ist der Girls’ Day daher nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern eine wertvolle Gelegenheit, Interesse zu wecken, Selbstvertrauen zu stärken und erste Perspektiven aufzuzeigen.

Wir freuen uns auf den nächsten Girls’ Day!

Euer WIUS-Team

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