24. November 2020 / Dimitri Petrik

Abt. VIII: Masterarbeit am BWI mit dem Preis der Dr. Artur-Fischer-Stiftung ausgezeichnet

Die an der Abt. VIII (WIUS) entstandene Masterarbeit erhält die Auszeichung der Dr. Artur-Fischer-Stiftung

Würdigung der Masterarbeit

Im akademischen Wettbewerb erkennen Wissenschaftspreise besondere Forschungsleistungen an. Manche Wissenschaftspreise widmen sich dem akademischen Nachwuchs und haben einen besonderen Fokus auf studentische Arbeiten. So unterstützt auch die Dr. Artur-Fischer-Stiftung den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Preisgeldern für exzellente studentische Abschlussarbeiten in unterschiedlichen Kategorien. Der Preis wird jährlich für innovative und zukunftsorientierte Abschlussarbeiten vergeben. Bei der diesjährigen Preisvergabe hat die Abt. VIII von Prof. Georg Herzwurm (WIUS) die Masterarbeit von Katharina Pantow (technisch orientierte BWL) nominiert.

Die am betriebswirtschaftlichen Institut (BWI) verfasste Masterarbeit trägt den Titel „Twitter Analytics zur Untersuchung von Platform Boundary Resources im Internet der Dinge“ und befasst sich mit den hochaktuellen Fragen zum Aufbau plattformbasierter Ökosysteme. In engem Austausch mit Prof. Herzwurm wurde dieses Thema von Dimitri Petrik konzipiert und betreut. Die Ergebnisse der Masterarbeit von Frau Pantow konnten auch die Jury der Stiftung überzeugen, weshalb die Arbeit mit einer Prämie von 2500 Euro gewürdigt wird.

Das WIUS-Team und das BWI freuen sich sehr über den Gewinn und gratulieren Frau Pantow ganz herzlich für die ausgezeichnete Leistung. Am 03.11 konnte der Preis von Prof. Österle an die Gewinnerin überreicht werden.

 

Inhalte der prämierten Masterarbeit

In den letzten Jahren wurde eine große Anzahl an digitalen Plattformen für das industrielle Internet der Dinge (engl. „IIoT“) auf dem Markt eingeführt. Diese Softwarelösungen ermöglichen die Vernetzung von Produktionsmaschinen, Untersuchung von Daten und die Nutzung der resultierenden Erkenntnisse für Kosteneinsparungen oder Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Um auf dem fragmentierten Markt für IoT-Plattformen zu bestehen, setzen Plattformanbieter sog. Boundary Resources ein, um ihre Plattform für externe Akteure und Dritte zu öffnen und attraktiv zu gestalten. Allerdings ist der Forschungsstand zum Einsatz von Boundary Resources im IIoT noch nicht weit entwickelt. Deshalb war es das Hauptziel der Arbeit eine zielgerichtete Analyse der Verwendung von Boundary Resources unter führenden IIoT-Plattformen durchzuführen. Als Datenquelle wurde Twitter gewählt, da dieses soziale Netzwerk inzwischen große Mengen hochaktueller empirischer Daten enthält. Die Tweets können sowohl von Plattformnutzern, als auch von Plattformanbietern verfasst werden und bieten somit unterschiedliche Perspektiven auf die untersuchten Fragestellungen. Bei der durchgeführten Studie wurden unterschiedlichen Data Analytics Techniken bei der Sammlung und Analyse von Twitter-Daten eingesetzt. So konnten die im Zusammenhang mit IIoT-Plattformen aktuell diskutierten Themen analysiert und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung und den Einsatz von Boundary Resources im industriellen Internet der Dinge gewonnen werden.

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