27. Januar 2021

Abt. II: Dr. Christian Mahringer erhält Projektförderung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, zugleich Landesakademie von Baden-Württemberg, fördert seit dem 1. Januar 2021 drei neue Forschungsprojekte mit dem Gesamtvolumen von rund 1,2 Millionen Euro im Rahmen ihres Kollegs für den wissenschaftlichen Nachwuchs (WIN-Kolleg). Die Forschungsprojekte setzen sich interdisziplinär unter diversen Gesichtspunkten mit dem Thema „Stabilität und Instabilität von Zuständen“ auseinander. Das Finden des Schlüssels zum Verständnis von Umbrüchen, Wendepunkten und Übergangsphasen steht dabei im Fokus. Die Förderdauer der Projekte beträgt drei Jahre.

Wandel, Wendepunkte und Umbrüche sind alltägliche Erscheinungen. Sie betreffen physikalische Abläufe ebenso wie große gesellschaftliche Strömungen. Zustände ändern sich ständig. Das Phänomen des Übergangs von einem stabilen in einen anderen stabilen Zustand ist in vielen Bereichen der Wissenschaft anzutreffen. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen jetzt in drei neuen Projekten, die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede dieser Phänomene mithilfe verschiedener wissenschaftlicher Herangehensweisen aufzudecken.

Herr Dr. Christian Mahringer erforscht im Rahmen dieses Programms in Zusammenarbeit mit der Neurobiologin Dr. Simone Mayer von der Universität Tübingen stabilisierende und destabilisierende Mechanismen von Veränderungsprozessen. In dem interdisziplinären Projekt bauen sie auf zwei verschiedenen Fallstudien aus den Lebenswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre auf. Die erste Studie erforscht den Entwicklungsprozess des menschlichen Gehirns unter Berücksichtigung externer destabilisierender Einflüsse, wie z.B. Medikamenten. Die zweite Studie erforscht den Veränderungsprozess von Arbeitsroutinen in der Softwareentwicklung. Durch die Verbindung der beiden Fallstudien werden interdisziplinär generalisierbare stabilisierende und destabilisierende Mechanismen von Veränderungsprozessen identifiziert. Diese Einsichten können für eine Vielzahl von Wissenschaftsdisziplinen sowie die Managementpraxis relevant sein.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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