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Abt. VII: Wirtschaftsinformatik I

AM-Labor

Im AM-Lab wird daher in enger Zusammenarbeit mit der Praxis die forschungsleitende Frage thematisiert, wie IT-Capabilities, IT-Systeme und IT-Infrastrukturen den Einsatz von AM in industriellen (mittelständischen) Unternehmen bestmöglich unterstützen.

Der Forschungsbereich Additive Manufacturing (AM) am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I der Universität Stuttgart widmet sich der Rolle von Informationssystemen und Geschäftsprozessen im Kontext der industriellen Fertigung mit AM.

Zentraler Ansatzpunkt sind betriebliche Prozesse bezüglich AM-Produkten, von der Idee bis zur greifbaren Geometrie. Diese Prozesse, gekoppelt an relevante Schritte im Lebenszyklus eines AM-Produkts, bilden die Grundlage für die Untersuchung der Auswirkungen von AM auf Informationssysteme.

Dementsprechend stehen neben entwurfs- und produktionstechnischen Systemen wie CAD-Systemen auch betriebswirtschaftliche Systeme, wie ERP-Systeme, im Fokus des Forschungsbereichs.

Im AM-Lab wird daher in enger Zusammenarbeit mit der Praxis die forschungsleitende Frage thematisiert, wie IT-Capabilities, IT-Systeme und IT-Infrastrukturen den Einsatz von AM in industriellen (mittelständischen) Unternehmen bestmöglich unterstützen.  

Additive Manufacturing

Additive Manufacturing (AM) umfasst generative Fertigungstechniken, die zur Herstellung von Endprodukten verwendet werden. Unter generativen Fertigungstechniken werden Verfahren verstanden, die es erlauben, aus CAD-Modellen schichtweise greifbare Geometrien herzustellen. Hierbei wird ein Bauteil Schicht für Schicht aufgebaut, bspw. durch Auftragen geschmolzener Kunststoffe mittels Düsen (Fused Deposition Modeling) oder durch Sintern von Metallpulver mittels Laser (Selective Laser Sintering).

Im Gegensatz zu konventionellen Fertigungstechniken eröffnet AM Freiheiten im Produktdesign. Die Herstellung von Leichtbauteilen wird durch die gezielte Aufbringung von Material an statisch relevanten Stellen vereinfacht. Aufseiten der Produktion ermöglicht AM einen hohen Individualisierungsgrad und Unabhängigkeit von räumlichen und zeitlichen (Ablauf) Zwängen herkömmlicher Methoden. Die Einzelfertigung (hoher Individualisierungsgrad) wird wirtschaftlicher, da bspw. keine Rüstprozesse für Werkzeuge anfallen. Die Unabhängigkeit von Ort und Zeit ergibt sich durch die geringe Komplexität der Produktionsprozesse und durch die Möglichkeit, AM-Fertigungsmaschinen für die Produktion unterschiedlicher Bauteile zu nutzen.

In unterschiedlichen Branchen findet AM bereits Verwendung, wie die folgenden Beispiele verdeutlichen:

  • In der Luft- und Raumfahrtindustrie werden Kleinserien von Turbinenteilen mit AM gefertigt. Auch die Leichtbautechniken finden Verwendung in unterschiedlichen Bereichen.
  • Die Automobilindustrie setzt AM für Bauteile in Vorserienmodellen oder für Modelle mit geringer Stückzahl ein.
  • Im Bereich der Zahnmedizin werden mit AM Brücken, Kronen oder Inlays produziert.
  • Die Sport-, Textil- und Schmuckindustrie verwendet AM zur Produktion von individualisierter Bekleidung und Accessoires.

Drucker

  • Verfahren: Fused Deposition Modeling
  • Material: ABS (Kunststoff)

Software

  • Verschiedene CAD-Tools für den professionellen Einsatz
  • Druckersoftware

Kontakt

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M. Sc.

Michelle Moisa

Graduiertenschule GSaME

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M. Sc.

Dominik Morar

Akademischer Mitarbeiter

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M. Sc.

Kathrin Pfähler

Graduiertenschule GSaME