Abt. VIII: Wirtschaftsinformatik II

Schriftliche Arbeiten

Themenvorschläge und weitere Informationen für Bachelor-, Masterarbeiten und Projektstudien.

Bachelor-, Masterarbeiten und Projektstudien

Ausgeschriebene Themenvorschläge

Bitte nutzen Sie für jedwede Anfragen ausschließlich unten zu findende Kontaktadresse

Die nachfolgende Liste enthält Themenvorschläge für Abschlussarbeiten sowie Studienprojekte und Projektstudien. Die konkrete Ausgestaltung kann und sollte mit dem Betreuer besprochen und abgestimmt werden. Selbstverständlich können die Themen im begrenzten Rahmen auch spezifischen Wünschen des Bearbeiters angepasst werden. 

Wichtige Dokumente zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten am WIUS

Hinweise

Es können vom Bearbeiter auch eigene Themenvorschläge unterbreitet werden. Als Orientierungshilfe für die vom WIUS betreuten Themen können neben den Inhalten in der Lehre vor allem die Forschungsinteressen und aktuellen Dissertationsprojekte dienen. Studierenden, die ihre Abschlussarbeit mit Unternehmen (z. B. im Rahmen eines Werkstudenten- oder Praktikantenverhältnisses) schreiben möchten, wird dringend empfohlen, sich VOR dem Abschluss eines Vertrages mit dem WIUS zwecks Themenabstimmung  in Verbindung zu setzen. Eigene Themenvorschläge sind in jedem Fall in der gleichen Form vorzuschlagen wie die durch den Lehrstuhl definierten Themen.

Bei Interesse an einer Abschlussarbeit am Lehrstuhl verwenden Sie bitte unten genannte Kontaktadresse und sehen von direkten Anfragen an die Mitarbeiter ab.

Eigenen Themenvorschlägen ist ein Mini-Exposé von max. 1 Seite in Anlehnung an das Blatt zum wissenschaftlichen Arbeiten anzuhängen, welches insbesondere den Bezug zur lehrstuhleigenen Forschung herausstellt. Bitte beachten Sie bei der Anfertigung insbesondere die im Exposé obligatorischen Gliederungspunkte, die im Merkblatt beschrieben sind.

Angebotene Abschlussarbeiten

Ausgangslage:

Staatliche Hochschulorganisationen in Deutschland sind mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen in der Gestaltung (Neuentwicklung & Verbesserung) von Studiengängen konfrontiert:

  • Umgang mit steigenden Studienanfängern (inkl. erhöhte Studienabbrüche)
  • Etablierung neuer Studiengänge durch Veränderung von Arbeitswelten, Wettbewerbs- und Finanzierungsdruck
  • Passungsproblematiken zwischen Angebot und Nachfrage bei entwickelten Weiterbildungsangeboten
  • Entkopplung zwischen Studiengangentwicklungsprozess und der Hochschulorganisation
  • Fehlende Rollenklarheit bei der der Aufgabenzuordnung innerhalb der Prozessdurchführung

Der Gestaltungsprozess für Studiengängen benötigt somit eine methodische Veränderung, um einerseits die Gestaltungsschritte effektiver durchführen zu können und andererseits die Qualität eines neuentwickelten Studiengangs zu erhöhen.

Forschungsbedarf:

Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Ausgangslage ergeben sich zahlreiche mögliche Themenbereiche für (literarische/empirische) Abschlussarbeiten, die einen essentiellen Beitrag zur Forschung leisten können:

Bereich: Vorgehensmodell (Stand der Praxis)

Welche Vorgehensmodelle werden aktuell in der Studiengangsgestaltung an privat/öffentlich-staatlichen Hochschulorganisationen in Deutschland angewendet?

Welche Erfolgsfaktoren und Herausforderungen besitzen bestehende Vorgehensmodelle in der Studiengangsgestaltung?

Bereich: Agile Ansätze (Stand der Forschung)

Es nutzen bereits vereinzelnd deutsche Hochschulorganisationen verschiedene agile Ansätze, um eine agile Curriculums- und Studiengangsgestaltung zu erzeugen und dadurch effizienter, kompetenz- und bedarfsorientierter werden zu können. Nun stellt sich die Frage, ob die methodische Fokussierung auf eine agile Vorgehensweise ein geeignetes Mittel ist, um eine ganzheitlichen Lösung der bestehenden Herausforderungen zu erzielen? Wie ist der aktuelle Stand der Wahrnehmung bez. dieser Vorgehensweise? Welche agilen Ansätze sind bekannt? Welche werden genutzt und welche Potenziale werden gesehen? Gibt es Herausforderungen die berücksichtigt werden müssen?

Bereich: Innovationsmanagement

Wie kann der Gestaltungsprozess für Studiengänge aus der Perspektive einer Innovationsentwicklung gesehen werden? Welche Ansätze / Modelle / Frameworks aus der Innovationsforschung besitzen Potenzial, um die Studiengangsgestaltung effektiver durchzuführen und die Qualität des entwickelten Studiengangproduktes zu erhöhen?

Bereich: Wissenschaftstheorie

Gibt es einen wissenschaftlichen Theorieansatz, um die agile Fokussierung im methodische Gesamtzusammenhang einer Studiengangsgestaltung herzustellen?

Bei Interesse an einer der aufgezeigten Themenbereiche schlagen Sie bitte einen ersten Themenansatz vor, den Sie im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten möchten. Praxisnahe Abschlussarbeiten und auch eigene Themenvorschläge (Kombination) sind in diesem Kontext herzlich willkommen.

Betreuer

Florian Härer

Problemstellung

Cloud Manufacturing, entstanden im Jahr 2009, ist ein neues Paradigma in der Produktion. Die Verbreitung des  Internets, der Mannigfaltigkeit der Informations Technologie (IT), einer immer komplexer  werdenden Produktion sowie der Trendwechsel von der Massenproduktion zur Massenindividualisierung sind hierbei Beispiele aktueller Herausforderungen. Die Herausforderungen subsummieren sich über das sogenannte Ziel von TQCSEFK  (i.e., fastest Time-to-market, highest Quality, lowest Cost, best Service, cleanest Environment, greatest Flexibility, and high Knowledge). Cloud Manufacturing versucht dies zu fördern und umzusetzen. Die High-level Idee dieses Paradigmas ist das Zusammenspiel der Integration von verteilten Ressourcen (i.e. Produktionsressourcen oder Produktionsfähigkeiten) sowie die Verteilung von integrierten Ressourcen. Anders ausgedrückt: Innerhalb von Cloud Manufacturing werden diese verteilten Ressourcen in Cloud Services eingekapselt und in einer zentralisierten Art und Weise verwaltet.

Ziel der Arbeit

Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, eine empirische Studie zum Thema Cloud Manufacturing durchzuführen. Dadurch soll der aktuelle Stand der Wahrnehmung bez. dieses Produktionsparadigmas evaluiert werden. Ist Cloud Manufacturing bekannt? Welche Herausforderungen werden aktuell mit diesem Thema verbunden? Was für Potenziale werden gesehen? Diese Studie soll innerhalb einer bestimmten Branche durchgeführt werden.

Betreuer

Robert Henzel

Problemstellung

Cloud Manufacturing, entstanden im Jahr 2009, ist ein neues Paradigma in der Produktion. Die Verbreitung des  Internets, der Mannigfaltigkeit der Informations Technologie (IT), einer immer komplexer  werdenden Produktion sowie der Trendwechsel von der Massenproduktion zur Massenindividualisierung sind hierbei Beispiele aktueller Herausforderungen. Die Herausforderungen subsummieren sich über das sogenannte Ziel von TQCSEFK  (i.e., fastest Time-to-market, highest Quality, lowest Cost, best Service, cleanest Environment, greatest Flexibility, and high Knowledge). Cloud Manufacturing versucht dies zu fördern und umzusetzen. Die High-level Idee dieses Paradigmas ist das Zusammenspiel der Integration von verteilten Ressourcen (i.e. Produktionsressourcen oder Produktionsfähigkeiten) sowie die Verteilung von integrierten Ressourcen. Anders ausgedrückt: Innerhalb von Cloud Manufacturing werden diese verteilten Ressourcen in Cloud Services eingekapselt und in einer zentralisierten Art und Weise verwaltet.

Ziel der Arbeit

Cloud Manufacturing als neue Produktionstheorie bedarf einer branchendistinktiven Analyse. Jede Branche ist anders, gegeben durch gesetzliche Regularien, eingesetzten Fertigungsverfahren oder strukturellen Vorkommnissen. Im Einklang dieser Erkenntnis wurde bereits eine theoretische und empirische Analyse in der Branche der Landmaschinen für Cloud Manufacturing durchgeführt.

Ziel dieser Arbeit ist es, die bisherigen Erkenntnisse weiter über sozialwissenschaftliche qualitative Forschungsmethoden anzureichern. Diese können bspw. Experteninterviews oder Gruppendiskussionen sein. Das resultierende Artefakt soll die bisherigen Erkenntnisse: (a) bestätigen, (b) wiederlegen und / oder (c) anreichern über Ergänzung. Die Wahl der qualitativen Forschungsmethode ist nicht trennscharf definiert, muss jedoch in den Kontext der Arbeit passen.

Betreuer

Robert Henzel

Problemstellung

Anbieter von plattformbasierten Softwarelösungen z. B. im Bereich der Betriebssysteme wie Microsoft (Desktop) oder Google und Apple (Mobile) haben in den letzten Jahren bewiesen, dass offene und auf externen Lösungen von Drittanbietern basierende Plattformen sich im Wettbewerb durchsetzen. Diese Beispiele zeigen, dass diese Unternehmen als fokale Unternehmen in einem plattformbasierten Netzwerk es geschafft haben über verschiedene Steuerungs- und Governancemaßnahmen ihr Partnernetzwerk so zu gestalten, dass es für externe Drittanbieter (Komplementoren) attraktiv ist. Dabei haben diese Plattformanbieter ihre Schnittstellen (APIs) so gestaltet, dass ihre Plattformlösungen attraktiv für externe Entwickler wurden.

Solche aus Schnittstellen bestehende Ökosysteme sind interoperabel und verbinden viele Akteure. Auf Basis der Netzwerktheorie können solche Ökosysteme "gemappt" und visualisiert werden, um neue Erkenntisse über ihre Dynamik, Einflussfaktoren und Strategien für die Ökosystemteilnehmer zu bekommen.

Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es sich in das Design der Schnittstellen (API Management, API Lifecycle, API Evolution, API Economy) einzuarbeiten und diese anhand eines beispielhaften plattformbasierten Ökosystems (z. B. MindSphere, Azure, Predix, Cumulocity, Adamos) zu modellieren. Anschließend können Handlungsempfehlungen für Plattformanbieter oder komplementäre Akteure im Ökosystem abgeleitet werden.

Die untersuchte Branche (z. B. vernetzte Produktion, vernetzte Logistik, vernetzte Automobile, ...) wird in Absprache mit dem Betreuer festgelegt.

Betreuer

Dimitri Petrik

Ausgangslage:

Design Thinking (DT) ist ein nutzerorientierter und partizipatorischer Ansatz, der in Workshop-Formaten durchgeführt wird und sich für das Lösen von komplexen Problemen eignet. Der Ansatz wird seit vielen Jahren für Problemstellungen in der Praxis angewendet.

Vorteile des DT Ansatzes sind unteranderem:

  • Umfassende Integration von externen Beteiligten
  • Offenen Zusammenarbeit der Beteiligten
  • Berücksichtigung von Endkunden und dessen Bedürfnisse
  • Ganzheitliche Vorgehensweise (Von der Analyse, über das Entwickeln, zur Evaluation von Lösungen für komplexer Probleme)

Seit einigen Jahren wird DT nun auch als Ansatz für Forschungsarbeiten erfolgreich eingesetzt. Neben den gelisteten Vorteilen kann DT und dessen Workshoparbeit aktuellen Studien zur Folge ebenfalls das Engagement von Forschungsgruppen (Stichwort: Aktionsforschung) erhöhen.

Forschungsbedarf:

Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Ausgangslage ergeben sich zahlreiche mögliche Untersuchungsbereiche für (literarische/empirische) Abschlussarbeiten, die einen essentiellen Beitrag zur DT Forschung leisten können:

Bereich: Prozess

Der DT Prozess besteht aus unterschiedlichen Prozessschritten, welche iterativ durchlaufen werden. In der Praxis- und Forschungsanwendung existieren unterschiedliche Prozessansätze. Darum soll untersucht werden, welches Verfahren sich für den Einsatz in der Hochschulorganisation eignet?

Bereich: Techniken

Für den wissenschaftlichen DT Einsatz müssen in den einzelnen Prozessphasen geeignete Techniken ausgewählt werden. Welche sind wissenschaftlich anerkannt und stellen die wissenschaftlichen Gütekriterien sicher?

Bereich: Mindset Denkweise/Einstellung

Unter dem DT Mindset wird die Richtlinie verstanden, wie im Team gearbeitet werden soll. Es soll untersucht werden, welche Mindsets für eine wissenschaftliche Anwendung des DT Ansatzes gelten?

Bereich: Workshoparbeit als Forschungsmethode

DT wird hauptsächlich in Workshoparbeiten durchgeführt. Es soll untersucht werden, wie die Workshoparbeit als Forschungsmethode genutzt werden kann und welche bestehende Forschungsarbeiten mit so einer Methodik erfolgreich durchgeführt worden sind? Darüber hinaus soll untersucht werden, wie die Workshoparbeit im Zeitalter von Corona digital umgesetzt werden kann? Gibt es bestimmte Prämissen, die hier berücksichtige werden müssen, um die Erfolgsfaktoren der Methodik zu bewahren?

Bei Interesse an einer der aufgezeigten Themenbereiche schlagen Sie bitte einen ersten Themenansatz vor, den Sie im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten möchten. Eigene Themenvorschläge sind in diesem Kontext ebenfalls herzlich willkommen.

Betreuer

Florian Härer

Problemstellung

In den letzten Jahren haben erfolgreiche plattformbasierte Unternehmensgründungen wie Airbnb, Uber den Plattformbegriff populär gemacht. Dabei spielen sie bei der Digitalisierung der Industrie (Industrie 4.0, Internet der Dinge) eine wichtige Rolle. Apps und Services bringen für Kunden einen Mehrwert und werden über die vernetzten smarten Produkte erfüllt. App-Entwickler oder externe Serviceanbieter sind dabei mehrwertstiftende komplementäre Drittanbieter, auf die der Anbieter einer Plattform angewiesen ist, um eine Vielzahl an Anwendungsfällen zu bewältigen.

Die industriell eingesetzten digitalen Softwareplattformen sind meist cloudbasierte Entwicklungsplattformen. Sie ermöglichen (ähnlich wie Android, iOS oder Windows) die Entwicklung von Applikationen durch Dritte. Um die Drittanbieter zu befähigen, muss ein Plattformanbieter diverse Ressourcen bereitstellen. Diese Ressourcen werden von den Drittanbietern genutzt. Eine beispielhafte und sehr wichtige Ressource stellen Entwicklerportale dar und sollen im Rahmen dieser Arbeit erforscht werden.

Ziel der Arbeit

Das primäre Ziel der Arbeit ist es wichtige Designkriterien und Qualitätsmerkmale von Entwicklerportalen und/oder Partnerprogrammen bei Softwareentwicklungsplattformen oder industriellen IoT-Plattformen (z. B. Siemens Mindsphere, GE Predix, SAP Leonardo, Cumulocity, MS Azure, AWS IoT etc.) zu untersuchen. Als wissenschaftliche Methodik eignen sich z. B. eine systematische Literaturanalyse, sowie eine Dokumentenanalyse, um die potentiellen Qualitätsmerkmale dieser beiden Ressourcen, sowie die gängigen Lösungsmerkmale und Ausführungsvarianten aus der Praxis zu identifizieren und systematisch darzustellen. Als Endergebnis der Arbeit können Taxonomien, Ordnungsrahmen (Frameworks) und Unterkriterien (z. B. Merkmale der Ressourcen) herauskommen. Außerdem sind Metriken zur Messung des Erfolgs dieser Ressourcen ebenfalls denkbar und stellen ein weiteres valides und wertvolles Ergebnis dar.

Betreuer

Dimitri Petrik

Problemstellung

Industriell genutzte IoT-Plattformen von solchen Anbietern wie Microsoft (Azure), Amazon (AWS IoT), Siemens (MindSphere), General Electric (Predix) oder SAP (Leonardo) haben das Ziel die Interoperabilität diverser Systeme (z. B. cyber-physische Systeme und Unternehmenssoftware wie ERP, CRM, MES) zu erhöhen und diese miteinander zu verbinden. Dabei sind solche Plattformen in der Praxis oftmals modular erweiterbar und können durch Softwaremodule oder Erweiterungen (Apps) ergänzt werden. Solche Apps können durch eine Community bzw. Drittanbieter entwickelt werden.

Für gewöhnlich nutzen externe Entwickler bestimmte Plattformrressourcen (wie z. B. die Schnittstellen, die Dokumentation etc), um auf Basis dieser Plattform Apps zu entwickeln oder Maschinen anzubinden. Dabei spielt die Qualität dieser Ressourcen einen großen Einfluss auf die Zufriedenheit der Nutzer (bzw. Entwickler) mit der Plattform und kann auch die Entscheidung des Entwicklers beeinflussen, diese Plattform seinen Kunden zu empfehlen oder nicht. Für unterschiedliche von Forschung und Praxis bereits erkannte und eingesetzte Ressourcen gibt es zahlreiche Qualitätsdimensionen und -metriken. Doch die Überwachung dieser Metriken stellt eine Herausforderung für Plattformanbieter dar.

Ziele der Arbeit

Im Rahmen dieser Abschlussarbeit soll daher ein prototypisches IT-Artfakt entwickelt werden. Mit dem IT-Artefakt soll gezeigt werden, dass die Qualitätsüberwachung (KPI-basiertes Monitoring) der Ressourcen toolgestützt erfolgen kann. Das Ziel der Arbeit ist es ein Konzept zur toolgestützten Überwachung der Ressourcen auszuarbeiten und prototypisch zu entwickeln. Funktional sollten vom Prototypen bestimmte Qualitätsdaten aufgenommen, gespeichert und z. B. in Dashboards dynamisch dargestellt werden.

Es gibt keinerlei Restriktionen zum Einsatz der Entwicklungstechnologien. Der Prototyp kann z. B. mit Node.JS und Angular entwickelt werden. Alternativ ist auch eine Webanwendung mit Python (inkl. der Dashboard-Bibliotheken) möglich. Alternativ wäre auch ein Low-Code-Ansatz möglich und die Nutzugg der entsprechenden Tools von Google, Microsoft oder Mendix ist erlaubt. Hauptsache der Prototyp stellt grundlegend Überwachungs- und Dashboardingfunktionen aus dem Konzept anschaulich dar.

Als Beispiel können Tweets oder Entwicklerforen gescrappt und die Textdaten in dem Prototypen verarbeiten und in Dashboards integriert werden. Die Anzahl der "angeschlossenen" Datenquellen an den Prototypen und ihre Art sind mit dem Betreuer verhandelbar und flexibel festlegbar, da dem Betreuer der Entwicklungsaufwand durchaus bewusst ist.

Insgesamt umfasst die Ausarbeitung die Entwicklung (Codeabschnitte und Screenshots gehören zur Ausarbeitung in die Seitenzahl rein). Neben der reinen Programmierarbeit umfasst die Abschlussarbeit noch die schriftliche Beschreibung des zu entwickelnden Konzepts, sowie die konzeptionellen Grundlagen.

Betreuer

Dimitri Petrik

Gruppenarbeit für Bachelorarbeit/Bachelor-Abschlussprojekt Wirtschaftsinformatik
Andere Abschlüsse, Studiengänge und Einzelbearbeitung auf Anfrage

Problemstellung

Die Produktentwicklung im Kontext des Software-intensive Business steht vor der Herausforderung, gleichzeitig zwei seit Jahren voranschreitenden Entwicklungen gerecht werden zu müssen. Bedingt durch eine hochdynamische Umwelt und kurze Produktlebenszyklen gewinnen einerseits agile Vorgehensmodelle (z.B. Scrum) in der Softwareentwicklung an Bedeutung. Andererseits führen u.a. die zunehmende Globalisierung sowie multidisziplinäre, kooperative Produktentwicklung zu geographisch und zeitlich verteilten Projektumgebungen.

Ziel der Arbeit

Es soll ein frühes Minimal Viable Product (MVP) entwickelt werden, welches die im Rahmen verteilter Scrum-Softwareentwicklungsprojekte handelnden Personen bei ihren Aufgaben unterstützt. Hierbei dürfen explizit auch moderne Technologien als Grundlage für die Entwicklung miteinbezogen werden.

Methodische Vorgehensweise

Der Entwicklungsprozess soll auf Basis der Prinzipien der ISO 16355 (QFD) und eines im Rahmen dieser Arbeit zu evaluierenden, ergänzenden Deployments zur Entwicklung von MVPs gestaltet werden.

Erwartete Ergebnisse

Neben einer kritischen Betrachtung der verwendeten Entwicklungsmethode (theoretisches Ziel der Arbeit) steht insbesondere die Entwicklung eines praktisch erfahrbaren MVPs (lauffähige Applikation, ausführlich gestaltete Klickprototypen…) als praktisches Ziel der Arbeit im Vordergrund.

Betreuer

Kleophas Model (Inhalt) & Felix Schönhofen (Methode)

Abschlussarbeiten für Bachelor- und Masterstudiengänge

Problemstellung

Die Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen führt auf vielen Märkten zu einer Angleichung zum Markt rein digitaler Güter. Diese Entwicklung betrachtet der Forschungsbereich des Software-intensive Business. Anbietern vormals rein physischer Produkte wird durch das IoT das Tor zur digitalen Welt geöffnet. Dies führt unter anderem zu einer Zunahme der Freiheitsgrade bei der Entwicklung neuer Wertversprechen als Grundlage für innovative Geschäftsmodelle. Bestehende Methoden der (Software)Produktentwicklung wie Quality Function Deployment nach ISO 16355 müssen aufgrund dieser Veränderung ständig überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden.

Mögliche Fragestellungen zur Beantwortung im Rahmen von Abschlussarbeiten
  • Welche Anforderungen an eine Methode zur technologieinduzierten Entwicklung neuer Wertversprechen ergeben sich aus den Besonderheiten des Software-intensive Business?
    Hierbei sind auch spezifische Betrachtungen nach Forschungsfeldern des SiB möglich:
    • Anforderungen bzgl. des „Human System“
    • Anforderungen bzgl. des Softwaresystem
    • Anforderungen bzgl. des Ökosystems
  • Kritische Betrachtung von Methoden des Scopings im Requirements Engineering
  • Kritische Betrachtung von Methoden zur Formulierung des Product Goals bei agilen Vorgehensmodellen
  • Analyse bestehender QFD-Ansätze hinsichtlich der Aufgabe Scoping bzw. System- und Kontextabgrenzung
  • Analyse bestehender Methoden zur Entwicklung von Geschäftsmodellen und insb. Wertversprechen
  • Theoretische Betrachtung der Value Proposition Canvas nach Osterwalder et al.
  • Demokratisierung des Software-Produktmanagements
  • Evaluation des konzipierten Deployments in der Praxis
Betreuer

Felix Schönhofen

Problemstellung

Der Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik II forscht verstärkt im Bereich der Methode Quality Function Deployment (QFD) zur kundenorientierten Entwicklung von Produkten, Services und Software. Für die Anwendung dieser Methode wurde am Lehrstuhl die Software easyQFD entwickelt, die im weiteren Verlauf als browserbasierte Anwendung openQFD weiterentwickelt wurde. Bei diesem Programm bedarf es einiger Anpassungen in Kontext agiler Entwicklungsmethoden für die verteilte Softwareentwicklung.

Ziel der Arbeit

Im Rahmen der ausgeschriebenen Abschlussarbeit soll die bestehende Software in geringerem Umfang gewartet und in größerem Umfang erweitert werden. Zu den gewünschten Ergänzungen zählen insbesondere die verbesserte Möglichkeit, die Software in verteilt arbeitenden Teams asynchron einsetzen zu können. Kollaboratives Arbeiten der Stakeholder bzw. -gruppen soll hierbei im Fokus stehen. Neben der Konzepterstellung sollen auf Basis von verschiedenen Szenarien Use Cases erarbeitet und im Tool umgesetzt werden. 

Empfohlene Voraussetzungen

Java, Grundkenntnisse zu JSF/JSP wünschenswert 

Betreuer

Dr. Sixten Schockert

Ausgangslage:

Die Methodenkonstruktion (engl. Method Engineering, ME) wird der Wirtschaftsinformaitk (WI)-Wissenschaftsdisziplin zugeordnet und wird im Allgemeinen als das Erforschung neuer Methoden zur Erstellung von Anwendungssystemen durch ingenieurmäßige Praktiken verstanden. Solche Methoden unterstützen das Erreichen festgelegter Ziele durch die Reduzierung der Komplexität im Anwendungsbereich und durch die Systematisierung des Vorgehens. Außerdem kann die Methode als systematischen Ablauf von Aktivitäten beim Lösen von Problemen verstanden werden. Ein Problem wird dabei als eine Abweichung vom Ist- zum Soll-Zustand beschrieben.

Literarisch wurde bereits erkannt, dass eine universell konstruierte Methode, die für den Einsatz in verschiedenen Gestaltungssituationen vorgesehen ist, oftmals nicht zum Erfolg führt. Abhängig von einer Situation, dessen Zielausprägung und Anforderung, wird eine spezifisch adaptierbare Methode benötigt.

Forschungsbedarf:

Es soll eine (literarische) Untersuchung der Übertragung des Methodenbegriffs (Method Engineering) aus der WI in das betriebswirtschaftliche Forschungsumfeld durchgeführt werden. Wo und wie wird dieser (situative) ME Ansatz bereits in der BWL-Forschung angewendet? Welche methodischen Erweiterungen existieren durch die Anwendung der Methodik in der BWL?

Bei Interesse am aufgezeigten Themenbereich schlagen Sie bitte einen ersten Themenansatz vor, den Sie im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten möchten. Eigene Themenvorschläge sind in diesem Kontext ebenfalls herzlich willkommen.

Betreuer

Florian Härer

Kooperations- und Praxisabschlussarbeiten

Problemstellung

Crowd-basierte Lösungen, sowie entsprechende Plattformen nehmen eine immer größere Bedeutung auf dem Markt ein. Einige populäre Vertreter sind Crowdfunding, -programming, -testing. Hierbei wird durch einen Auftraggeber eine bestimmte Aufgabe z.B. über eine webbasierte Plattform, einer Menge an Personen über-geben um diese zu lösen.

In den Anfängen befindet sich hierbei das CrowdConsulting, dessen Ziel es ist den Markt mit Fachwissen gezielt und kompetent zu beraten. Dies ist bisher Unternehmen vorbehalten die die nötigen finanziellen Mittel besitzen um Berater zu engagieren. Spätestens der Mittelstand überlegt sich solch eine Investition sehr gut. Die CrowdConsulting Plattform würde eine kostengünstige Alternative zum klassischen Beratungsbereich bieten.

 

Ziel der Arbeit

Aufbauend auf den Veröffentlichungen und Abschlussarbeiten der Abt. VIII soll in Kooperation mit adesso SE soll der Fokus auf die Konzeptionierung (und soweit wie möglich auf die prototypische Umsetzung) einer Plattform für das „Algorithmic Consulting“ (AC) gelegt werden

Im Vordergrund stehen zunächst technologische Möglichkeiten des AC. Ergänzend dazu können (wahlweise oder integriert - je nachdem ob es eine Bachelor- oder Masterarbeit ist) folgende Aspekte betrachtet werden:

  1. User engagement und attraction von Consulting Plattformen im Allgemeinen und AC-Plattformen im Speziellen
  2. Definition/Findung von geeigneten Preismodellen.
  3. technologische Möglichkeiten der Umsetzung, Recherche der notwendigen Technologien oder  eine prototypische Umsetzung einer AC-Plattform.

Problemstellung

Aktuelle Sensoren in digitalisierten Geräten und Assets sind in der Lage sehr große Datenmengen zu erzeugen. Bei der Überwachung der Spindel einer Werkzeugmaschine werden auch sog. hochfrequente Daten erzeugt. Die Speicherung und die Verarbeitung solcher hochfrequenter Daten stellen ein Problem für die traditionellen Datenbanken dar. Vor diesem Hintergrund ist der Einsatz von sog. Zeitreihendatenbanken (TSDB) sinnvoll, weil TSDBs das Ziel haben möglicht effizient Zeitreihendaten zu speichern. Die meisten Sensordaten oder auch Börsendaten sind in der Regel Zeitreihendaten.

 

Ziel der Arbeit

Das Ziel der Arbeit umfasst die Konzeption und die Durchführung eines Benchmarks für unterschiedliche auf dem Markt erhältliche Zeitreihendatenbanken. Auf dem Markt für Zeitreihendatenbanken gibt es aktuell eine Vielzahl von Anbietern und die Auswahl einer richtigen TSDB-Lösung wird zunehmend zum Problem. Um die Auswahl einer passenden TSDB zu unterstützen, sollen im Rahmen dieser Abschlussarbeit wirksame Benchmarkkonzepte mit Hilfe des Betreuer konzipiert und durch die Anwendung auf beispielhafte Datenbanken (wie z. B. InfluxDB, HarperDB, crateDB) evaluiert werden. Die Benchmarks sollen vornehmlich in den IoT-Kontext eingebettet werden, wobei die Anforderung nicht zwingend erforderlich ist.

Die Betreuung umfasst eine enge Abstimmung und HIlfe bei der Konzeption des Benchmarks. Zusätzlich hilft der Betreuuer ensprechende Lizenzen für die zu evaluierenden Datenbanken zu bekommen und stellt die nötige Hardware (z. B. ein Raspberry Pi, sowie Sensoren) für die Testzwecke bereit.

 

Betreuer

Dimitri Petrik

Anmeldung einer schriftlichen Arbeit

 

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