Schriftliche Arbeiten

Abt. VIII: Wirtschaftsinformatik II

Themenvorschläge und weitere Informationen für Bachelor-, Masterarbeiten und Projektstudien.

Bachelor-, Masterarbeiten und Projektstudien

Ausgeschriebene Themenvorschläge

Bitte nutzen Sie für jedwede Anfragen ausschließlich das untenstehende Kontaktformular!

Die nachfolgende Liste enthält Themenvorschläge für Abschlussarbeiten sowie Studienprojekte und Projektstudien. Die konkrete Ausgestaltung kann und sollte mit dem Betreuer besprochen und abgestimmt werden. Selbstverständlich können die Themen im begrenzten Rahmen auch spezifischen Wünschen des Bearbeiters angepasst werden. 

Wichtige Dokumente zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten am WIUS

Hinweise

Es können vom Bearbeiter auch eigene Themenvorschläge unterbreitet werden. Als Orientierungshilfe für die vom WIUS betreuten Themen können neben den Inhalten in der Lehre vor allem die Forschungsinteressen und aktuellen Dissertationsprojekte dienen. Studierenden, die ihre Abschlussarbeit mit Unternehmen (z. B. im Rahmen eines Werkstudenten- oder Praktikantenverhältnisses) schreiben möchten, wird dringend empfohlen, sich VOR dem Abschluss eines Vertrages mit dem WIUS zwecks Themenabstimmung  in Verbindung zu setzen. Eigene Themenvorschläge sind in jedem Fall in der gleichen Form vorzuschlagen wie die durch den Lehrstuhl definierten Themen.

Bei Interesse an einer Abschlussarbeit am Lehrstuhl verwenden Sie bitte unten genannte Kontaktadresse und sehen von direkten Anfragen an die Mitarbeiter ab.

Eigenen Themenvorschlägen ist ein Mini-Exposé von max. 1 Seite in Anlehnung an das Blatt zum wissenschaftlichen Arbeiten anzuhängen, welches insbesondere den Bezug zur lehrstuhleigenen Forschung herausstellt. Bitte beachten Sie bei der Anfertigung insbesondere die im Exposé obligatorischen Gliederungspunkte, die im Merkblatt beschrieben sind.

Angebotene Abschlussarbeiten

Problemstellung

In großen Projekten mit dem Ziel zur Entwicklung von komplexen IT-Produkten bedarf es einer guten Kollaboration von mehreren, für die Produktentwicklung voneinander abhängigen, Scrum Teams. Zur Koordination der Zusammenarbeit und des Managements der Komplexität haben in den letzten Jahren agile Methoden stark an Bedeutung gewonnen. Auch im Rahmen einer agilen Transformation scheinen diese agilen Methoden bei vielen Unternehmen ein beliebtes Skalierungs- und Transformationsinstrument darzustellen.

Laut der State of Agile-Umfrage, welche die längste kontinuierliche jährliche Umfrage zu agilen Techniken und Praktiken darstellt, finden folgende Rahmenwerke häufige in der Praxis Anwendung:

  • Scrum-of-Scrums/Scrum@Scale
  • Scaled Agile Framework
  • Disciplined Agile Delivery
  • Large-Scale Scrum
  • Recipes for Agile Governance in the Enterprise
  • Nexus
  • Spotify Model

Trotz der aktuellen und raschen Verbreitung dieser Rahmenwerke in der Praxis und den Trainingsangeboten mancher Anbieter der Rahmenwerke besteht eine große Verständnis Problematik (bspw. bezüglich der Ziele, Zecke, Anforderungen, Zielgruppen, Empfehlungen, Unterscheidungen und Gemeinsamkeiten). Auch die Forschung zeigt aufgrund der Praxisnähe der Problematik und dem späten Interesse zu wissenschaftlichen Untersuchungen in allen Bereichen zu diesen Rahmenwerken Nachholbedarf.

Ziel der Arbeit

Ziel der Abschlussarbeit ist es, nach einer gemeinsamen Einigung auf 1-3 von den oben aufgeführten Rahmenwerken, folgende Schwerpunkte zu diesen Rahmenwerken zu analysieren:

  • Ziele und Zwecke der Rahmenwerke
  • Wichtige Komponenten der einzelnen Rahmenwerke
  • Versprochene Vorteile und Erfolgsfaktoren für die Zielerreichung
  • Nachteile bzw. Herausforderungen im Rahmen der Implementierung
Methodische Vorgehensweise
  • Durchführung einer Systematischen Literaturrecherche mit Fokus auf „Graue Literatur“ (Case-Studies auf Webseiten und Praktikerberichte)
  • Suche und Zusammenfassung der Kernaussagen in Büchern und Artikeln von Gründern der Rahmenwerke
Wünschenswerte Vorkenntnisse
  • Scrum-Kenntnisse (praktisch und/oder theoretisch)
  • Interesse an agiler Softwareentwicklung
  • Interesse an Rahmenwerken zur Skalierung von Agilität
  • Kenntnisse mit mindestens einem der oben aufgeführten Rahmenwerke von Vorteil aber nicht erzwingend
Betreuerin

Yagmur Turhan

Ausgangslage:

Staatliche Hochschulorganisationen in Deutschland sind mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen in der Gestaltung (Neuentwicklung & Verbesserung) von Studiengängen konfrontiert:

  • Umgang mit steigenden Studienanfängern (inkl. erhöhte Studienabbrüche)
  • Etablierung neuer Studiengänge durch Veränderung von Arbeitswelten, Wettbewerbs- und Finanzierungsdruck
  • Passungsproblematiken zwischen Angebot und Nachfrage bei entwickelten Weiterbildungsangeboten
  • Entkopplung zwischen Studiengangentwicklungsprozess und der Hochschulorganisation
  • Fehlende Rollenklarheit bei der der Aufgabenzuordnung innerhalb der Prozessdurchführung

Der Gestaltungsprozess für Studiengängen benötigt somit eine methodische Veränderung, um einerseits die Gestaltungsschritte effektiver durchführen zu können und andererseits die Qualität eines neuentwickelten Studiengangs zu erhöhen.

Forschungsbedarf:

Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Ausgangslage ergeben sich zahlreiche mögliche Themenbereiche für (literarische/empirische) Abschlussarbeiten, die einen essentiellen Beitrag zur Forschung leisten können:

Bereich: Vorgehensmodell (Stand der Praxis)

Welche Vorgehensmodelle werden aktuell in der Studiengangsgestaltung an privat/öffentlich-staatlichen Hochschulorganisationen in Deutschland angewendet?

Welche Erfolgsfaktoren und Herausforderungen besitzen bestehende Vorgehensmodelle in der Studiengangsgestaltung?

Bereich: Agile Ansätze (Stand der Forschung)

Es nutzen bereits vereinzelnd deutsche Hochschulorganisationen verschiedene agile Ansätze, um eine agile Curriculums- und Studiengangsgestaltung zu erzeugen und dadurch effizienter, kompetenz- und bedarfsorientierter werden zu können. Nun stellt sich die Frage, ob die methodische Fokussierung auf eine agile Vorgehensweise ein geeignetes Mittel ist, um eine ganzheitlichen Lösung der bestehenden Herausforderungen zu erzielen? Wie ist der aktuelle Stand der Wahrnehmung bez. dieser Vorgehensweise? Welche agilen Ansätze sind bekannt? Welche werden genutzt und welche Potenziale werden gesehen? Gibt es Herausforderungen die berücksichtigt werden müssen?

Bereich: Innovationsmanagement

Wie kann der Gestaltungsprozess für Studiengänge aus der Perspektive einer Innovationsentwicklung gesehen werden? Welche Ansätze / Modelle / Frameworks aus der Innovationsforschung besitzen Potenzial, um die Studiengangsgestaltung effektiver durchzuführen und die Qualität des entwickelten Studiengangproduktes zu erhöhen?

Bereich: Wissenschaftstheorie

Gibt es einen wissenschaftlichen Theorieansatz, um die agile Fokussierung im methodische Gesamtzusammenhang einer Studiengangsgestaltung herzustellen?

Bei Interesse an einer der aufgezeigten Themenbereiche schlagen Sie bitte einen ersten Themenansatz vor, den Sie im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten möchten. Praxisnahe Abschlussarbeiten und auch eigene Themenvorschläge (Kombination) sind in diesem Kontext herzlich willkommen.

Betreuer

Florian Härer

Problemstellung

Cloud Manufacturing, entstanden im Jahr 2009, ist ein neues Paradigma in der Produktion. Die Verbreitung des  Internets, der Mannigfaltigkeit der Informations Technologie (IT), einer immer komplexer  werdenden Produktion sowie der Trendwechsel von der Massenproduktion zur Massenindividualisierung sind hierbei Beispiele aktueller Herausforderungen. Die Herausforderungen subsummieren sich über das sogenannte Ziel von TQCSEFK  (i.e., fastest Time-to-market, highest Quality, lowest Cost, best Service, cleanest Environment, greatest Flexibility, and high Knowledge). Cloud Manufacturing versucht dies zu fördern und umzusetzen. Die High-level Idee dieses Paradigmas ist das Zusammenspiel der Integration von verteilten Ressourcen (i.e. Produktionsressourcen oder Produktionsfähigkeiten) sowie die Verteilung von integrierten Ressourcen. Anders ausgedrückt: Innerhalb von Cloud Manufacturing werden diese verteilten Ressourcen in Cloud Services eingekapselt und in einer zentralisierten Art und Weise verwaltet.

Ziel der Arbeit

Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, eine empirische Studie zum Thema Cloud Manufacturing durchzuführen. Dadurch soll der aktuelle Stand der Wahrnehmung bez. dieses Produktionsparadigmas evaluiert werden. Ist Cloud Manufacturing bekannt? Welche Herausforderungen werden aktuell mit diesem Thema verbunden? Was für Potenziale werden gesehen? Diese Studie soll innerhalb einer bestimmten Branche durchgeführt werden.

Betreuer

Robert Henzel

Problemstellung

Cloud Manufacturing, entstanden im Jahr 2009, ist ein neues Paradigma in der Produktion. Die Verbreitung des  Internets, der Mannigfaltigkeit der Informations Technologie (IT), einer immer komplexer  werdenden Produktion sowie der Trendwechsel von der Massenproduktion zur Massenindividualisierung sind hierbei Beispiele aktueller Herausforderungen. Die Herausforderungen subsummieren sich über das sogenannte Ziel von TQCSEFK  (i.e., fastest Time-to-market, highest Quality, lowest Cost, best Service, cleanest Environment, greatest Flexibility, and high Knowledge). Cloud Manufacturing versucht dies zu fördern und umzusetzen. Die High-level Idee dieses Paradigmas ist das Zusammenspiel der Integration von verteilten Ressourcen (i.e. Produktionsressourcen oder Produktionsfähigkeiten) sowie die Verteilung von integrierten Ressourcen. Anders ausgedrückt: Innerhalb von Cloud Manufacturing werden diese verteilten Ressourcen in Cloud Services eingekapselt und in einer zentralisierten Art und Weise verwaltet.

Ziel der Arbeit

Cloud Manufacturing als neue Produktionstheorie bedarf einer branchendistinktiven Analyse. Jede Branche ist anders, gegeben durch gesetzliche Regularien, eingesetzten Fertigungsverfahren oder strukturellen Vorkommnissen. Im Einklang dieser Erkenntnis wurde bereits eine theoretische und empirische Analyse in der Branche der Landmaschinen für Cloud Manufacturing durchgeführt.

Ziel dieser Arbeit ist es, die bisherigen Erkenntnisse weiter über sozialwissenschaftliche qualitative Forschungsmethoden anzureichern. Diese können bspw. Experteninterviews oder Gruppendiskussionen sein. Das resultierende Artefakt soll die bisherigen Erkenntnisse: (a) bestätigen, (b) wiederlegen und / oder (c) anreichern über Ergänzung. Die Wahl der qualitativen Forschungsmethode ist nicht trennscharf definiert, muss jedoch in den Kontext der Arbeit passen.

Betreuer

Robert Henzel

Problemstellung

Anbieter von digitalen Innovations- und Transaktionsplattformen übernehmen in immer weiteren Anwendungsdomänen die Moderation der Wertschöpfung. Wir haben hier am Lehrstuhl bereits einige Forschungsarbeiten zur Plattformisierung des Maschinenbaus durchgeführt. Im Zuge des ausgeschriebenen Themas möchten wir die Plattformisierung anderer Anwendungsdomänen/Branchen verstärkt untersuchen und uns etwas genauer die Branchen wie Gesundheit (Smart Health), Landwirtschaft (Smart Agriculture) oder Verkehr (Smart Electric Infrastructure), Additive Manufacturing, smarte Logistik oder andere.

Im Kontext dieser Branchen ist es die Aufgabe der Abschlussarbeit die sog. Boundary Resources, die angeboten werden in diesen Domänen zu erforschen und einen Abgleich mit der aktuellen Forschung, welche sich meist im Kontext der mobilen Applikationen abspielt, zu analysieren. Zu Boundary Resources gehörten z. B. die Schnittstellen (APIs) für den Datenaustausch von Apps mit dem Plattformkern. Dementsprechen müssen sie so gestaltet, dass sie attraktiv für die Plattformnutzer sind und zum Plattformeinsatz beim Plattformnutzer führen.

Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es sich anhand der Kombination aus der Analyse von Literatur, elektronischen Dokumenten die angebotenen Boundary Resources und ihre Nutzenaspekte zu identifizieren. Darüber hinaus empfiehlt es sich anhand von Interviews/Workshops mit Plattformanbietern der analyiserten Branche eine Validierung der eigenen Ergebnisse durchzuführen. Der Betreuer unterstützt sowohl methodisch, als auch bei der Kontaktherstellung zu den Praxisunternehmen. Die untersuchte Branche wird in Absprache mit dem Betreuer festgelegt.

Betreuer

Dimitri Petrik

Ausgangslage:

Design Thinking (DT) ist ein nutzerorientierter und partizipatorischer Ansatz, der in Workshop-Formaten durchgeführt wird und sich für das Lösen von komplexen Problemen eignet. Der Ansatz wird seit vielen Jahren für Problemstellungen in der Praxis angewendet.

Vorteile des DT Ansatzes sind unteranderem:

  • Umfassende Integration von externen Beteiligten
  • Offenen Zusammenarbeit der Beteiligten
  • Berücksichtigung von Endkunden und dessen Bedürfnisse
  • Ganzheitliche Vorgehensweise (Von der Analyse, über das Entwickeln, zur Evaluation von Lösungen für komplexer Probleme)

Seit einigen Jahren wird DT nun auch als Ansatz für Forschungsarbeiten erfolgreich eingesetzt. Neben den gelisteten Vorteilen kann DT und dessen Workshoparbeit aktuellen Studien zur Folge ebenfalls das Engagement von Forschungsgruppen (Stichwort: Aktionsforschung) erhöhen.

Forschungsbedarf:

Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Ausgangslage ergeben sich zahlreiche mögliche Untersuchungsbereiche für (literarische/empirische) Abschlussarbeiten, die einen essentiellen Beitrag zur DT Forschung leisten können:

Bereich: Prozess

Der DT Prozess besteht aus unterschiedlichen Prozessschritten, welche iterativ durchlaufen werden. In der Praxis- und Forschungsanwendung existieren unterschiedliche Prozessansätze. Darum soll untersucht werden, welches Verfahren sich für den Einsatz in der Hochschulorganisation eignet?

Bereich: Techniken

Für den wissenschaftlichen DT Einsatz müssen in den einzelnen Prozessphasen geeignete Techniken ausgewählt werden. Welche sind wissenschaftlich anerkannt und stellen die wissenschaftlichen Gütekriterien sicher?

Bereich: Mindset Denkweise/Einstellung

Unter dem DT Mindset wird die Richtlinie verstanden, wie im Team gearbeitet werden soll. Es soll untersucht werden, welche Mindsets für eine wissenschaftliche Anwendung des DT Ansatzes gelten?

Bereich: Workshoparbeit als Forschungsmethode

DT wird hauptsächlich in Workshoparbeiten durchgeführt. Es soll untersucht werden, wie die Workshoparbeit als Forschungsmethode genutzt werden kann und welche bestehende Forschungsarbeiten mit so einer Methodik erfolgreich durchgeführt worden sind? Darüber hinaus soll untersucht werden, wie die Workshoparbeit im Zeitalter von Corona digital umgesetzt werden kann? Gibt es bestimmte Prämissen, die hier berücksichtige werden müssen, um die Erfolgsfaktoren der Methodik zu bewahren?

Bei Interesse an einer der aufgezeigten Themenbereiche schlagen Sie bitte einen ersten Themenansatz vor, den Sie im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten möchten. Eigene Themenvorschläge sind in diesem Kontext ebenfalls herzlich willkommen.

Betreuer

Florian Härer

Problemstellung

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Unternehmen insofern digital transformiert, dass sie zur Erbringung digitaler Services entweder zu Anbietern von digitalen Plattformen für andere Unternehmen oder zu Plattformnutzern geworden sind. Digitale Plattformen gelten als technolische Beschleuniger bei der Erbringung digitaler Services. Digitale Services in unterschiedlichsten Branchen (wie z. B. Condition Monitoring bei Maschinen und ihren Komponenten oder Concierge Services bei Autos) sind über plattform-basierte Apps realisierbar. 

Vor diesem Hintergrund soll in der vorliegenden Arbeit eine methodenorientierte Literaturanalyse durchgeführt werden. Smart Service Engineering ist eine Forschungsströmung, die zahlreiche Methoden für die Entwicklng von Services beinhalten und sich in den Ingenieurswissenschaften bedienen. Die existierenden Ansätze und Methoden in der existierenden wissenschaftlicher Literatur sollen hinsichtlich ihrer Nützlichkeit und Anwendbarkeit auf Plattformökosysteme recherchiert und analysiert werden. Gern kann die wissenschaftliche Literaturanalyse durch die Analyse sog. "grauer" Literatur ergänzt werden. Dafür können elektronische Internetquellen wie Foren und Blogs zusätzlich analysiert werden, um den "Datensatz" zu funktionierenden Methoden praxisorientiert anzureichern. 

Betreuer

Dimitri Petrik

Problemstellung

Unternehmen produzieren zunehmend nicht allein, sondern sind als Systemintegratoren tätig und damit auf mehrwertstiftende Partner angewiesen. So entstehen unternehmensübergreifende Ökosysteme mit einer inter-organisationalen Wertschöpfung. Diese ist allerdings für das Management komplex durchzudringen, da ökosysteme vielschichtig und dynamisch sind.

Für bessere strategische Entscheidungen in Ökosystemen und um die Problemstellung der Ökosystemkomplexität empfiehlt es sich daher Ökosysteme zu modellieren und konzeptionell sowie grafisch abzubilden. Hierfür existieren generische Modellierungsansätze wie z. B. e3value oder die Ecosystem Canvas. Diese Ansätze haben dennoch auch ihre Limitationen und wurden bisher auf wenige Domänen mit ökosystemischwer Wertschöpfung angewendet. Insbesondere in den industriellen Domänen fand eine Anwendung der Modelleriungsansätze bisher kaum statt.

Ziel der Arbeit

Modellierung eines generischen Ökosystems in einer bestimmten industriellen Domäne mit Möglichkeiten für betriebswirtschaftliche Simulationen (System Dynamics, agentenbasierte Simulationen, zellulare Automaten).

Diese Modelle können sowohl für Entscheidungsunterstützung im Management, als auch für die Gestaltung von Informationssystemen eingesetzt werden. In Absprache mit dem Betreuer wird eine Domäne (z. B. 3D-Druck, Smart Farming, Brennstoffzellenfertigung, Digitale Zwillinge, Maschinenbau, Oil & Gas, Mining) sowie das Vorgehen bei der Datenerhebung festgelegt.

Betreuer

Dimitri Petrik

Gruppenarbeit für Bachelorarbeit/Bachelor-Abschlussprojekt Wirtschaftsinformatik
Andere Abschlüsse, Studiengänge und Einzelbearbeitung auf Anfrage

Problemstellung

Die Produktentwicklung im Kontext des Software-intensive Business steht vor der Herausforderung, gleichzeitig zwei seit Jahren voranschreitenden Entwicklungen gerecht werden zu müssen. Bedingt durch eine hochdynamische Umwelt und kurze Produktlebenszyklen gewinnen einerseits agile Vorgehensmodelle (z.B. Scrum) in der Softwareentwicklung an Bedeutung. Andererseits führen u.a. die zunehmende Globalisierung sowie multidisziplinäre, kooperative Produktentwicklung zu geographisch und zeitlich verteilten Projektumgebungen.

Ziel der Arbeit

Es soll ein frühes Minimal Viable Product (MVP) entwickelt werden, welches die im Rahmen verteilter Scrum-Softwareentwicklungsprojekte handelnden Personen bei ihren Aufgaben unterstützt. Hierbei dürfen explizit auch moderne Technologien als Grundlage für die Entwicklung miteinbezogen werden.

Methodische Vorgehensweise

Der Entwicklungsprozess soll auf Basis der Prinzipien der ISO 16355 (QFD) und eines im Rahmen dieser Arbeit zu evaluierenden, ergänzenden Deployments zur Entwicklung von MVPs gestaltet werden.

Erwartete Ergebnisse

Neben einer kritischen Betrachtung der verwendeten Entwicklungsmethode (theoretisches Ziel der Arbeit) steht insbesondere die Entwicklung eines praktisch erfahrbaren MVPs (lauffähige Applikation, ausführlich gestaltete Klickprototypen…) als praktisches Ziel der Arbeit im Vordergrund.

Betreuer

Kleophas Model (Inhalt) & Felix Schönhofen (Methode)

Problemstellung

Der Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik II forscht verstärkt im Bereich der Methode Quality Function Deployment (QFD) zur kundenorientierten Entwicklung von Produkten, Services und Software. Für die Anwendung dieser Methode wurde am Lehrstuhl die Software easyQFD entwickelt, die im weiteren Verlauf als browserbasierte Anwendung openQFD weiterentwickelt wurde. Bei diesem Programm bedarf es einiger Anpassungen in Kontext agiler Entwicklungsmethoden für die verteilte Softwareentwicklung.

Ziel der Arbeit

Im Rahmen der ausgeschriebenen Abschlussarbeit soll die bestehende Software in geringerem Umfang gewartet und in größerem Umfang erweitert werden. Zu den gewünschten Ergänzungen zählen insbesondere die verbesserte Möglichkeit, die Software in verteilt arbeitenden Teams asynchron einsetzen zu können. Kollaboratives Arbeiten der Stakeholder bzw. -gruppen soll hierbei im Fokus stehen. Neben der Konzepterstellung sollen auf Basis von verschiedenen Szenarien Use Cases erarbeitet und im Tool umgesetzt werden. 

Empfohlene Voraussetzungen

Java, Grundkenntnisse zu JSF/JSP wünschenswert 

Betreuer

Dr. Sixten Schockert

Ausgangslage:

Die Methodenkonstruktion (engl. Method Engineering, ME) wird der Wirtschaftsinformaitk (WI)-Wissenschaftsdisziplin zugeordnet und wird im Allgemeinen als das Erforschung neuer Methoden zur Erstellung von Anwendungssystemen durch ingenieurmäßige Praktiken verstanden. Solche Methoden unterstützen das Erreichen festgelegter Ziele durch die Reduzierung der Komplexität im Anwendungsbereich und durch die Systematisierung des Vorgehens. Außerdem kann die Methode als systematischen Ablauf von Aktivitäten beim Lösen von Problemen verstanden werden. Ein Problem wird dabei als eine Abweichung vom Ist- zum Soll-Zustand beschrieben.

Literarisch wurde bereits erkannt, dass eine universell konstruierte Methode, die für den Einsatz in verschiedenen Gestaltungssituationen vorgesehen ist, oftmals nicht zum Erfolg führt. Abhängig von einer Situation, dessen Zielausprägung und Anforderung, wird eine spezifisch adaptierbare Methode benötigt.

Forschungsbedarf:

Es soll eine (literarische) Untersuchung der Übertragung des Methodenbegriffs (Method Engineering) aus der WI in das betriebswirtschaftliche Forschungsumfeld durchgeführt werden. Wo und wie wird dieser (situative) ME Ansatz bereits in der BWL-Forschung angewendet? Welche methodischen Erweiterungen existieren durch die Anwendung der Methodik in der BWL?

Bei Interesse am aufgezeigten Themenbereich schlagen Sie bitte einen ersten Themenansatz vor, den Sie im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit bearbeiten möchten. Eigene Themenvorschläge sind in diesem Kontext ebenfalls herzlich willkommen.

Betreuer

Florian Härer

Kooperations- und Praxisabschlussarbeiten

Problemstellung

Unternehmen produzeiren zunehmend nicht allein, sondern sind als Systemintegratoren tätig und damit auf mehrwertstiftende Partner angewiesen. So entstehen Ökosysteme mit einer inter-organisationalen Wertschöpfung, die allerdings für die traditionellen Managementansätze zu komplex und dynamisch sind. Um eine bessere Übersicht im Ökosystem zu kriegen und bspws. eine strategische Positinierung anzustreben ist es sinnvoll die Ökosysteme zu modellieren. In Kooperation mit Lapp Mobility soll daher im Rahmen dieser Arbeit die Problemstellung der strategischen Positionierung in Ökosystemen erforscht werden. Um diese Problemstellung anzugehen empfehlen sich z. B Modellierungsansätze wie z. B. e3value.

 

Ziel der Arbeit

Ableitung von strategischen Optionen für Lapp Mobility gemeinsam mit Lapp Gruppe profitables Wachstum im Ökosystem Laden Elektromobilität vor der Ladesäule zu erzielen basierend auf Analyse a) Wettbewerbsumfeld, b) Kunden, c) LAPP Portfolio und d) Lapp Struktur/Kompetenzen

Deliverables/Inhalte der Arbeit:

  • Beschreibung und Mapping des Ökosystems mit technischen Anwendungen und Playern und Abgrenzung des Ökosystems im Allgemeinen (welche Produkte umfasst dies, wo sind Schnittstellen zu anderen Playern und was ist explizit nicht Teil davon).
  • Welche Akteure spielen hier bereits eine Rolle auf dem Markt und wie sehen deren Monetarisierung und Wertschöpfungsbeitrag aus
  • Beschreibung der möglichen Wettbewerbsstellung von Lapp basierend auf Struktur und Kompetenzen zum Wettbewerb sowie zum Portfolio (Einzelprodukte vs. Produkte aus dem gesamten Ökosystem). Welchen Mehrwert können wir Stand heute bieten, wie können wir diesen monetarisieren und wie weit können wir in diesem Ökosystem zukünftig noch wachsen (bzgl. Produkte und Markt)?
  • Wesentlich ist in Lapp interviewbasierte Erarbeitung des aktuellen Status und Verfeinerung des Begriffs „Ökosystem“ (in dem Umfeld)

Sonstiges:

Für den Zeitraum der Abschlussarbeit kann eine Masterandenanstellung bei Lapp Mobility abgeschlossen werden.

Projektstudie (für B.Sc. BWL techn.) im SoSe 2022

Problemstellung

Rahmenwerke zur Skalierung von Agilität in Unternehmen haben im letzten Jahrzehnt in der Praxis rasant an Beliebtheit gewonnen und stellen mittlerweile auch in der Wissenschaft einen neuen Forschungsbereich dar. Indiesem Zusammenhang existieren auch bereits erste Literatur Reviews, die darauf abzielen, einen vergleichenden Überblick über die Rahmenwerke zu verschaffen. Diese Arbeiten unterliegen jedoch keinem gemeinsamen und konsistenten Vergleichsmodell, welches dazu geführt hat, dass aktuell ein unterschiedliches Verständnis über die zentralen Merkmale der Rahmenwerke besteht und erforscht wird.

Ziel der Arbeit

  • Relevante Rahmenwerke: S@S, SAFe, LeSS & DAD.
  • Das Ziel der Studie ist die Entwicklung einer Taxonomy, die aus einer Reihe von zentralen Merkmalen besteht, die die Rahmenwerke ausreichend beschreiben sollen.

Leistungsanforderungen

  • Verpflichtende Teilnahme an den Veranstaltungen (ca. 3 während des Sommersemesters)
  • Umfang: Schriftliche Projektstudienarbeit (ca. 12 Seiten) & eine PPT der Arbeitsergebnisse (Bearbeitungszeit beträgt 6 Wochen)

Anmeldung

Verbindliche Anmeldung persönlich an Frau Yagmur Turhan (Adresse siehe unten) bis zum 18.05.2022. Bitte denken Sie daran, dass die Projektstudie darüber hinaus als Prüfungsleistung über C@mpus anzumelden ist. Der Termin für die Kickoffveranstaltung wird bekanntgegeben (vrstl. Termin Ende Mai).

Yagmur Turhan

Antrag auf Vergabe einer Abschlussarbeit

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