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25. Juli 2017;

Der Arbeitskreis Wirtschaftsinformatik trifft sich zwei Mal pro Jahr zum Erfahrungsaustausch zwischen Theorie und Praxis. Ihm gehören Vertreter aus ca. 50 Unternehmen der Region Stuttgart und Umgebung an. Austragungsort des Arbeitskreises am 05.07.2017 war der Robert-Bosch-Campus in Renningen.

Thema der jüngsten Veranstaltung:

Smarte Services, Smarte Geschäftsmodelle

Die Vernetzung von IT-Produkten erreicht immer mehr Branchen: Forschung und Praxis bieten sich hier neue spannende Herausforderungen bei der Entwicklung und Vernetzung immer neuer Geräte und Systeme. So ist das Internet der Dinge eine weitere technologische Entwicklung, um diese Vernetzung voranzutreiben.

Eine Frage stellt sich dabei immer mehr in den Vordergrund: Wie lassen sich ausgehend von diesen neuen Technologien Geschäftsmodelle entwickeln und etablieren, die einerseits die Vernetzung nutzen und es andererseits Unternehmen ermöglichen, Ertragspotentiale hieraus zu generieren.

Eine Zahnbürste, welche die Putzaktivitäten ihres Nutzers prüft und auswertet ist dabei nur der erste Schritt! Die gewonnenen Informationen werden an die Zahnversicherung weiterleitet, welche den passenden Versicherungstarif – basierend auf den Putzgewohnheiten des Einzelnen – errechnet.

Die Veranstaltung wurde durch Prof. Dr. Georg Herzwurm eröffnet. Er begrüßte die Anwesenden, gab einen ersten Überblick über das Thema und differenzierte anhand griffiger Beispiele die heute allzu oft schwammige Definition von inkrementellen bzw. disruptiven Innovationen. Es folgte ein Vortrag von Lumir Boureanu (Geschäftsführer und CTO der eurodata tec GmbH) zum Thema Ecosysteme als Chance für neue Geschäftsmodelle und kooperative Wertschöpfung. Herr Boureanu gab einen interessanten Einblick in die Themen Smarte Services und Ecosysteme. Im Hinblick auf die Ecosysteme machte er klar, wie sich durch deren Aufbau Mehrwert schaffen lässt. Als Beispiel für Unternehmen, die für digitale Technologien Ecosysteme entwickelt haben, nannte er Amazon, Google und Alibaba. Nach einer kurzen Kaffeepause war Dr. Stefan Jungmayr an der Reihe (Research Engineer bei der Robert Bosch GmbH) er hielt einen Vortrag zum Thema Wettbewerbsmechanismen, die unternehmerische Verantwortung von „Technikern“ bei Bosch und das sogenannte Wardley Mapping, einer graphischen Methode die bspw. zur Identifikation potenzieller Geschäftsmodelle im Umfeld smarter Services herangezogen werden kann. Er ging darauf ein, dass sich die Wettbewerbsregeln, durch Plattformen und Ecosysteme geändert haben, deshalb müssen Unternehmen Strategien für die Herausforderung der Digitalisierung entwickeln. Herr Jungmayr stellte in diesem Kontext die Frage, welchen Beitrag Techniker bei der Strategie-Entwicklung leisten können.

Die Veranstaltung schloss mit einem Get-Together. Im Rahmen dessen konnte sich die Anwesenden noch einmal eingängig mit den von den Referenten angesprochenen Themen auseinandersetzen und zudem noch einen kleinen Imbiss genießen.

Bilder sowie zusätzliche Informationen auf der offiziellen Internetpräsenz des AKWI 2017.


 

Der Lehrstuhl möchte sich abschließend bei allen Teilnehmern und insbesondere den Referenten für die rege Beteiligung bedanken!